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PUTEN
Informationen
zur Haltung von Truthühner
Allgemeines
Truthühner werden auch Puten genannt und gehören somit zu den Hühnervögeln.
Ursprünglich kommen sie aus dem südlichen Nordamerika und aus Mittelamerika. Sie
haben eine Lebenserwartung von ca. 15 Jahren und sollten ebenso wie Hühner in
einer Gemeinschaft leben.
Der Stall
Ausgewachsene Truthühner sind unempfindlich gegen niedrige Temperaturen. Aus
diesem Grunde genügt ein einfacher Bretterstall, der luftig, aber Zugluft-frei
und trocken sein soll. Das Fenster kann durch ein Drahtgitter ersetzt werden.
Dadurch wird auch der ausserordentlich hohe Frischluftbedarf gedeckt. Die
Scharr- und Einstreuschicht aus Materialien wie Stroh, Heu, Sand, Torf,
Sägespäne und ähnlichem sollte ca. 20 cm betragen. Als Schlafplatz benötigen die
Truthühner rund Sitzstangen mit einem Durchmesser von 8-10 cm und von 70 cm
Abstand zueinander. Pro Tier sind 40 cm Sitzplatzbedarf einzurechnen. Ein unter
den Sitzstangen angebrachtes Kotbrett ist zur einfachen täglichen Reinigung sehr
sinnvoll.
Der Auslauf
Truthühner benötigen einen großen Auslauf, da sie die Eigenart haben sehr weit
umher zu streifen und sich dabei den Großteil ihrer Nahrung selbst zu suchen.
Die Auslauffläche sollte ca. 100 m2 pro Tier betragen und aus einer Weide mit
Schatten spendendem Baumbestand (Buchen und Eichen) bestehen. Auch Stoppelacker
und Wald werden von den Tieren gerne angenommen. Für Hühnervögel ist das
Vorhandensein eines Staubbades auch hier sehr wichtig. Ebenfalls ist ein
Wechselauslauf zur Erfholung und Pflege des Bodens von Vorteil. Für ein
regelmäßiges Grasangebot mit kurzen Grashalmen gelegentliches Düngen und
Umgraben des Auslaufgeländes ist auch bei den Truthühnern zu sorgen. Der Zaun
sollte eine Höhe von 2 Metern aufweisen. Nachts/Abends sollten die Tiere in den
Stall gebracht werden, wo sie vor Fressfeinden (z.B. Fuchs, Marder) geschützt
sind.
Fütterung
Truthühner haben einen hohen Grünfutterbedarf, welcher durch den freien Auslauf
größtenteils selbst gedeckt wird. Währenddessen werden auch Kerbtiere,
Schnecken, Würmer usw. aufgenommen. Ansonsten nehmen sie das gleiche Futter, wie
Hühner ein, d.h.: Körnerfutter (z.B. Gerste, Weizen, Mais und Hafer),
Weichfutter (z.B. gekochte Kartofffel, Kartoffelschalen, gekochte Nudel,
Gemüsereste etc.) und Wurzel-/Knollenfrüchte (z.B. Möhren, Zwiebeln). Tagsüber
sollte den Tieren das Weichfutter angeboten werden, abends das Körnerfutter.
Erwähnenswert ist der relativ hohe Vitaminbedarf der Truthühner im Vergleich zu
Hühnern. Deshalb ist die Aufnahme von vitamhaltigem Grünfutter, wie Brennessel,
Löwenzahn, Luzerne, Klee, Spinat, Schnittlauch, Schafgarbe, Möhren etc. wichtig.
Sofern dies durch die freie eigene Futtersuche nicht gedeckt ist, muss solche
Nahrung zusätzlich gegeben werden. Ein zusätzliche Gritgabe ist nicht notwendig,
wenn die Tier kleine Steinchen zur erforderlichen Verdauung eigenständig
aufnehmen. Frisches Trinkwasser ist sehr wichtig, da gerade Truthühner einen
hohen Wasserbedarf haben. Ein tägliches Auffüllen (und gleichzeitges Reinigen)
der Tränken ist selbstverständlich.
Krankheiten
und Vorbeugungsmaßnahmen
siehe Informationen zur Haltung von Hühnern
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