Wir empfehlen bei
Ferienplanungen den Kanton Wallis nicht mehr zu berücksichtigen.
Verein
Wildtierschutz Schweiz
Ein Hoch auf die Eidgenossen und ihre Ballermänner – wann wird endlich die
Lobby der Jäger gebrochen???? Hr
schickt das überall rum….

Dieser Wolf wurde am
20. August 2009
im Wallis geschossen!
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.tierschutznews.ch/images/stories/radar/wolf-val-d%27illiez.jpg&imgrefurl=http://www.tierschutznews.ch/menschen/menschen/1707-kanton-wallis.html&usg=__paQkjaqQdisU3bwRvKu01uS-q2k=&h=349&w=465&sz=75&hl=de&start=14&itbs=1&tbnid=G18mOG3VkojDOM:&tbnh=96&tbnw=128&prev=/images%3Fq%3DWolf%2Bim%2BWallis%26hl%3Dde%26sa%3DG%26gbv%3D2%26tbs%3Disch:1
Jedes Jahr ein
Blattschuss???
To: rcasetti@hotmail.com
Subject: Wolfsabschuss Wallis
Date: Wed, 11 Aug 2010 15:30:04 +0200
From: Wildtierschutz@srv93.tophost.ch
Der
Verein Wildtierschutz Schweiz verurteilt den Wolfabschuss im Wallis von
heute aufs Schärfste und nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 11. August 2010
Ist der Wolf in der
Schweiz erwünscht oder nicht? Diese Frage muss man sich stellen, besonders
im Jahr der Biodiversität. Wenn ja, sollte man entsprechend mit ihm umgehen.
Toleranz ist angesagt, in der dem Wolf sein Lebensraum aufrichtig zugestehen
wird und Unfälle vergütet werden (nur bei Herdenschutzmassnahmen geschützten
Tieren), genauso wie man andere Naturereignisse bei Schadensfall auch
vergütet.
Es sollte nicht ausser
Acht gelassen werden, dass hautpsächlich die "Nutztierhalter" die
Eindringlinge in den Lebensraum der Wildtiere sind. Die Berge sind Wildnis
und nicht nur Wohlfühloasen, wo gewisse Tierhalter ihre "geliebten" Tiere
schutzlos parkieren, um sie im Herbst dem Metzger bringen zu können. Der
Staat sollte die Bauern und Schafhalter zwingen, ihre Tiere besser zu
schützen. Sie bringen ihr Vieh in den traditionellen Lebensraum der
Wildtiere, also müssen sie es auch vor den Wildtieren schützen, die in der
Wildnis den Vortritt haben. Wenigstens diesen beschränkten Lebensraum muss
man den Wildtieren doch zugestehen!
Dass der Wolf ein Wildtier ist, war von Anfang an bekannt. Dass er Schafe
und ev. Rinder reisst auch. Hätten die Rinder ihre Hörner noch, könnten sie
sich effektiv verteidigen.
Die Wölfe willkommen heissen, dann aber immer gleich abzuschiessen, wenn sie
das, was sie am leichtesten erbeuten können reissen, ist keine aufrichtige
Gastfreundschaft und Lösung.
Wieder einmal waren im Kanton Wallis die betroffenen Herden nicht bewacht.
Was andere Kantone und auch Italien in der Vergangenheit vorbildlich
geleistet haben in Bezug auf Herdenschutz, ist im Wallis immer noch im
tiefsten Dunstkreis. Die militante Regierung in Sitten scheint nur töten zu
wollen, anstatt bereitgestellte Lösungen zu realisieren und macht sich
national und international lächerlich (Berner Konvention). An der Stelle
eines guten Vorbildes macht das Wallis die Schweiz zur Schande.
Der für den Wolfsabschuss
verantwortliche und rückständige Walliser Politiker Jacques Melly sagt in
der Zeitung "LE TEMPS" vom 6.8.2010, dass Wölfe Menschen gefressen haben
sollen und dass er den Wolf im Wallis nicht haben will. Der Wolf soll nach
Osteuropa usw. gehen. Hier stinkt der Fisch vom Kopfe her und auch beim BAFU
in Bern, wo sich der Walliser Jäger Reinhard Schnidrig als oberster
Jagdinspektor eingenistet hat. Es geht mehr darum ein Spektakel für die
Jäger zu organisieren, als konsequente Herdenschutzmassnahmen und die
Wiederansiedlung der Wölfe zu fördern. Gegen den Luchs wird auch schon seit
Jahren gewildert.
Im Wallis werden auf der einen Seite Hunderassen verboten (obwohl man weiss,
dass die Hundehalter das Problem sind und nicht die Hunde), Hobbyschafhalter
die ihre Tiere verhungern liessen, schlüpfen durch den Strafvollzug,
geschützte Greifvögel werden von Jägern abgeschossen und auch bei Bauern die
ihre Tiere nicht artgerecht halten wird ein Auge zugedrückt usw.
Haben die Walliser schon wieder vergessen, dass der Wolfsabschuss im Jahr
2006 die Steuerzahler 330'000 Franken kostete und jener von 2009 160'000
Franken? Gibt es dort mit dem vielen Geld nichts sinnvolleres zu tun, als
geschützte Tiere zu eliminieren? Diese Beträge sind weit höher als jene,
welche als Entschädigungen für gerissene Tiere ausgegeben wurden. Wie passt
das zusammen?
Jeder Hühnerhalter weiss, dass, wenn er nachts die Hühner nicht schützt, der
Fuchs oder Luchs kommt. Der Wolf folgt eben auch nur seinen Instinkten, also
ist der Tierhalter angehalten, seine Herde bestmöglich zu schützen.
Der Verein Wildtierschutz Schweiz ist der Ansicht, dass Halter von nicht
geschützten Tierherden in den Alpen, bei Schadensfall durch den Wolf, nicht
mehr entschädigt werden und dass die Öffentlichkeit durch Direktzahlungen
nicht weiter die Aufgaben der Schaf- und Rinderzüchter übernimmt. Solche
Tierhalter haben selber und mit eigenen Mitteln für den Schutz ihrer Tiere
zu sorgen. Mangelnder Schutz der Herde, muss für die fehlbaren Tierhalter
Bussen zur Folge haben. Der Verein verlangt, dass der Schutzstatus für den
Wolf ( Luchs und Bär) nicht gelockert wird und dass die Berner Konvention
ausnahmslos eingehalten wird.
Der Verein Wildtierschutz Schweiz ist sich auch bewusst, dass dadurch auf
vielen entlegenen Alpen keine Schafsömmerung mehr durchgeführt werden kann.
So wird aber das Tierschutzgesetz vollzogen und die armen unbehirteten
Tieren, aktuell 82'000 auf 553 Alpen im Wallis nicht ihrem Schicksal auf
Gedeih und Verderben überlassen. Es ist auch eine Chance, die Biodiversität
in diesen Gebieten endlich wieder zu fördern, sowie die Schafhalter, die
sich gewissenhaft für das Wohl ihrer Tiere einsetzen, zu belohnen.
Pro Saison
verunfallen im Schnitt gegen die 5%, also über 12'000 Schafe in den Bergen
(Studie WWF 1996), die meisten davon weil sie nicht von den Schafhaltern und
Hirten beaufsichtigt werden. Sie sterben durch Krankheiten, Abgründe,
Steinschlag, Zäune, Blitz, Hunderisse, Verletzungen usw. Diese Zahlen
verdeutlichen ganz klar, wie besorgt gewisse Schafhalter um ihre
"wertvollen" Tiere sind. Es geht nur ums Geld und das Tierschutzgesetz kommt
nicht richtig zur Anwendung.
Der Wolf reisst in der Schweiz im langjährigen
Schnitt rund 200 Schafe pro Jahr, ist also für über 98% aller verstorbenen
Schafe in den Bergen nicht verantwortlich.
Gemäß
geltendem Recht ist der Wolf eine streng geschützte Tierart (Eidgenössisches
Jagdgesetz 1988, Berner Konvention 1982). Abschüsse sind per Gesetz nur in
Ausnahmefällen, bei besonders Schaden stiftenden Tieren erlaubt. Doch die
Ausnahme ist in der Schweiz längst die Regel. Die Schweiz hat eine der
höchsten Wolfsabschussquoten Europas, sogar höher als in den meisten
Ländern, in denen der Wolf jagdbar ist.
Die ganze Problematik könnte entschärft werden, würden sämtliche
Direktzahlungen und Subventionen an die Schafhalter eingestellt. So würde
der Schafbestand automatisch auf ein normales und verträgliches Mass
reduziert.
Von wissenschaftlicher Seite wird schon länger moniert, dass die Schaf-,
Ziegen- und Rinderherden im Hochalpinen Raum eigentlich gar nichts verloren
haben und heimische Kräuter und Gräser akut bedrohen und damit unsere
Biodiversität. Mehr und mehr sind grüne Matten und keine Naturwiesen mehr
vorhanden. In vielen Fällen gibt es Erosionen, Trittschäden sowie Üeber-
oder Unternutzung der Vegetation, Verbissschäden an Jungwald und/oder die
Schafe stecken Wildtiere mit Krankheiten an. Auf manchen Alpen hat es mehr
Schäden durch diletantische Schafhaltung als durch die Skipisten! Viele
Alpen werden durch den unkontrollierten Weidegang auf Jahre hinweg
geschädigt.
Schafe, die ohne Aufsicht auf der Alp sind, fressen die für die Wildtiere
wichtigen Weiden oft bis in grosse Höhen ab. Dies hat ihnen bei Umwelt -
TierschützerInnen einen schlechten Ruf eingebracht. Ein Hirtin oder eine
Hirt kann dem entgegenwirken. Wird die Schafherde rechtzeitig auf neue
Weidegründe getrieben, bleibt die Pflanzenvielfalt auf den Weiden erhalten.
Total hat der Bund z.B. die Sömmerung 2007 mit 5'109'000.- Franken
subventioniert. Die Schafhaltung wird in der Schweiz jährlich mit über 40
Millionen Franken direkt subventioniert (Beiträge für die Haltung von RGVE
und Sömmerung). Dank so genannten Flächen- und Hangbeiträgen sowie
Subventionen für die Wollverwertung bekommen die Schafhalter zusätzlich
nochmals einen grösseren Betrag, womit sie jährlich fast 100 Millionen
Franken aus der Bundeskasse erhalten. «Der Bund setzt damit komplett falsche
Anreize für die Schafhalter. Unbeaufsichtigte Herden verursachen grosse
Schäden in den Alpen», sagt auch Kurt Eichenberger vom WWF Schweiz. Zum
Schutz der Schafe und der Bergwiesen fordern Pro Natura, Schweizer
Tierschutz STS, WWF Schweiz und der Verein Wildtierschutz Schweiz WSS
deshalb die Streichung von Subventionen für Schafhalter, die ihre Herden
unbeaufsichtigt in den Bergen weiden lassen. «Gewissenhafte Schafhalter
sollen künftig mehr Geld erhalten, während gleichgültige Schafhalter nicht
mehr subventioniert werden sollen», fordert Mirjam Ballmer, Projektleiterin
Naturschutzpolitik bei Pro Natura. So könne die ökologisch und ökonomisch
fragwürdige Schafhaltung ohne Behirtung den heutigen Anforderungen angepasst
werden.
Es braucht eine Modernisierung der Schafhaltung sowie den konsequenten
Herdenschutzausbau in allen betroffenen Kantonen.
Ist das Verbuschen der Alpweiden tatsächlich ein Problem und wenn ja, muss
es mittels Schafherden gelöst werden? Oder fördert es nicht auch die
Biodiversität? Wie viele Flächen fallen wegen der Rinder- und Schafhaltung
für die Wildtiere weg? Wie viele Waldränder werden wegen der Rinder- und
Schafhaltung in Mitleidenschaft gezogen? Wie viel Fläche wird wegen der
ausufernden Fleisch- und Milchwirtschaft massiv beeinträchtigt? Es fragt
sich, wer den grösseren Schaden anrichtet.
Kann man den von den Jägern gesichteten zum Abschuss gegebenen Wolf nicht
auch durch ein paar Schüsse in die Luft und anderen Massnahmen aus dem
Gebiet vertreiben, muss man ihn immer gleich erlegen?
Wenn ein Wolf
15 Schafe und 2 Jungrinder reisst, was in der
Natur der Sache liegt, dann ist das eine Katastrophe und der Wolf muss dran
glauben. Wenn andererseits Millionen Tiere täglich in
Schlachhöfen niedergemetzelt werden, damit wir täglich widernatürlich
das ungesunde Fleisch essen können, die Bäuche damit
vollschlagen und das Wohlstand nennen,
stimmt etwas in der Gesellschaft nicht. Wo bleibt hier die
Verhältnismässigkeit?
Es gibt keine
Weltreligion die den Konsum von Fleisch oder das Töten von Lebewesen
befürwortet.
Wir empfehlen
bei Ferienplanungen den Kanton Wallis nicht mehr zu berücksichtigen.
Verein
Wildtierschutz Schweiz
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