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Geflügel wird durch ein Wasserbecken
gezogen, das unter Stom steht
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Mit
Herz für Tiere
Tierschutz als Staatsziel?
Bilanz zum
Welttierschutztag
Der breiten
Öffentlichkeit bleibt die Dimension des alltäglichen
Tierleids verborgen. Zwar geschieht viel Tierquälerei
auch im Namen des Verbrauchers und auf Rechnung des
Steuerzahlers - doch neugierige Blicke sind unerwünscht:
in Ställen ebenso wie in Labors.
29.09.2004
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Schon kurze, drastische Einblicke in das Leben von Tieren wie
Haflingerfohlen, Küken, Hühner, Schweine oder Puten zeigen dies.
Unzureichende Gesetze
Zwar gibt es das Tierschutzgesetz - doch die Verordnungen werden entweder nicht
eingehalten oder aber sind unzureichend wie beispielsweise die
Legehennenverordnung.
Dass der Tierschutz als Staatsziel in das Grundgesetz aufgenommen wurde, hat am
Schicksal der Tiere nichts geändert. Die Bestandsaufnahme anhand einiger
wichtiger Tierschutzthemen der letzten Jahre ist ernüchternd. Tiere werden zur
Ware ohne eigenes Wesen degradiert.

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Massenschlüpfen von Küken - nicht alle überleben ! |
Zahlreiche Ausnahmeregelungen
Um "Ebergeruch" im Fleisch zu verhindern, werden männlich Ferkel kastriert.
Ohne Betäubung - das ist in den ersten vier Lebenswochen erlaubt, obwohl es
im Tierschutzgesetz heißt: Niemand darf dem Tier Schmerzen zufügen ohne
einen vernünftigen Grund. Der "Grund":
Einsparungen zwischen fünfzig Cent und einem
Euro...
Billigmast für billiges Fleisch
Tiertransporte über Hunderte von Kilometern finden meistens nachts statt -
deshalb nimmt man sie nicht wahr. Alleine 40 Millionen Schweine werden jedes
Jahr zum Schlachthof transportiert. Trotzdem sieht man sie nur selten auf der
Straße.
Nicht alle Tiere erreichen das "Ziel" - ein Beispiel: etwa 0,2 Prozent der Enten
überleben den Transport nicht. Und das ist weniger, als üblich bei den
Geflügeltransporten. Laut Statistik sterben in der EU jedes Jahr alleine um die
drei Millionen Geflügeltiere auf dem Weg in den Schlachthof.
Lebenshaltung abhängig vom Betrieb
Wie die Tiere leben, wie sie transportiert werden und wie sie letztendlich
sterben - das hängt von den einzelnen Betrieben ab. Und die stehen unter Druck
durch die billigere Ware aus dem Ausland.
Täglich enden zigtausende von Schweinen, Kühen, Enten, Hühnern oder Zuchtpferden
in Mastanstalten, nach einem sehr kurzen "Leben" in Gefangenschaft, teils
zusammengepfercht, ohne Bewegung, manchmal gemästet bis zum Anschlag. Danach:
Einhängen ins Fließband, Abtransport, Betäuben im unter Strom gesetzten
Wasserbad oder durch Elektroschock oder Gas - und dann geht es zum Schlachten.
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Freilandhaltung ist teuer |
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Fleisch und Eier aus artgerechter
Haltung liegen häufig in den Kühlregalen wie Blei - der Verbraucher
spart. Die Preise liegen deutlich höher, denn die Tiere benötigen mehr
Platz, werden nicht gemästet und wachsen demnach langsamer. |
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Rettung vor dem Schlachthof
"Tiere haben gerade in Deutschland viel zu wenig Rechte", meinen auch
Prominente. So hat Ralf Schumacher eine Ehrenpatenschaft für ein Haflingerfohlen
übernommen, um es vor dem Transport ins Ausland zu retten. Dort wartet das
Schlachthaus, denn es hat dem hohen Standard der Haflingerzucht nicht genügt.
Der Formel-1-Rennfahrer ist einer von mehreren Prominenten, die ihre Popularität
für den Schutz der Tiere einsetzen.
Das Engagement von Prominenten und anderen Menschen scheint wie ein Tropfen auf
den heißen Stein, doch es gibt den Blick frei auf die Welt der Ware "Tier",
zeigt das Leben von geretteten Tieren, die jetzt artgerecht leben dürfen, und
macht Mut, rücksichtsvoller mit dem Mitgeschöpf Tier zu leben.
»Jedes Tier sollte artgerecht gehalten werden.
[...] Ich glaube einfach, dass mit ihnen zu kommerziell umgegangen wird. «
Ralf Schumacher
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