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Enten in der Massentierhaltung
Geflügel wird durch ein Wasserbecken gezogen, das unter Stom steht

Mit Herz für Tiere

Tierschutz als Staatsziel?

Bilanz zum Welttierschutztag

Der breiten Öffentlichkeit bleibt die Dimension des alltäglichen Tierleids verborgen. Zwar geschieht viel Tierquälerei auch im Namen des Verbrauchers und auf Rechnung des Steuerzahlers - doch neugierige Blicke sind unerwünscht: in Ställen ebenso wie in Labors.


 

Schon kurze, drastische Einblicke in das Leben von Tieren wie Haflingerfohlen, Küken, Hühner, Schweine oder Puten zeigen dies.


Unzureichende Gesetze
Zwar gibt es das Tierschutzgesetz - doch die Verordnungen werden entweder nicht eingehalten oder aber sind unzureichend wie beispielsweise die Legehennenverordnung.

Dass der Tierschutz als Staatsziel in das Grundgesetz aufgenommen wurde, hat am Schicksal der Tiere nichts geändert. Die Bestandsaufnahme anhand einiger wichtiger Tierschutzthemen der letzten Jahre ist ernüchternd. Tiere werden zur Ware ohne eigenes Wesen degradiert.

Massenschlüpfen von Küken

Massenschlüpfen von Küken - nicht alle überleben !

 Zahlreiche Ausnahmeregelungen
Um "Ebergeruch" im Fleisch zu verhindern, werden männlich Ferkel kastriert. Ohne Betäubung - das ist in den ersten vier Lebenswochen erlaubt, obwohl es im Tierschutzgesetz heißt: Niemand darf dem Tier Schmerzen zufügen ohne einen vernünftigen Grund. Der "Grund":

 Einsparungen zwischen fünfzig Cent und einem Euro...



 

Billigmast für billiges Fleisch
Tiertransporte über Hunderte von Kilometern finden meistens nachts statt - deshalb nimmt man sie nicht wahr. Alleine 40 Millionen Schweine werden jedes Jahr zum Schlachthof transportiert. Trotzdem sieht man sie nur selten auf der Straße.

Nicht alle Tiere erreichen das "Ziel" - ein Beispiel: etwa 0,2 Prozent der Enten überleben den Transport nicht. Und das ist weniger, als üblich bei den Geflügeltransporten. Laut Statistik sterben in der EU jedes Jahr alleine um die drei Millionen Geflügeltiere auf dem Weg in den Schlachthof.

Lebenshaltung abhängig vom Betrieb
Wie die Tiere leben, wie sie transportiert werden und wie sie letztendlich sterben - das hängt von den einzelnen Betrieben ab. Und die stehen unter Druck durch die billigere Ware aus dem Ausland.

Täglich enden zigtausende von Schweinen, Kühen, Enten, Hühnern oder Zuchtpferden in Mastanstalten, nach einem sehr kurzen "Leben" in Gefangenschaft, teils zusammengepfercht, ohne Bewegung, manchmal gemästet bis zum Anschlag. Danach: Einhängen ins Fließband, Abtransport, Betäuben im unter Strom gesetzten Wasserbad oder durch Elektroschock oder Gas - und dann geht es zum Schlachten.

  Freilandhaltung ist teuer  
  Fleisch und Eier aus artgerechter Haltung liegen häufig in den Kühlregalen wie Blei - der Verbraucher spart. Die Preise liegen deutlich höher, denn die Tiere benötigen mehr Platz, werden nicht gemästet und wachsen demnach langsamer.  

Rettung vor dem Schlachthof
"Tiere haben gerade in Deutschland viel zu wenig Rechte", meinen auch Prominente. So hat Ralf Schumacher eine Ehrenpatenschaft für ein Haflingerfohlen übernommen, um es vor dem Transport ins Ausland zu retten. Dort wartet das Schlachthaus, denn es hat dem hohen Standard der Haflingerzucht nicht genügt. Der Formel-1-Rennfahrer ist einer von mehreren Prominenten, die ihre Popularität für den Schutz der Tiere einsetzen.

Das Engagement von Prominenten und anderen Menschen scheint wie ein Tropfen auf den heißen Stein, doch es gibt den Blick frei auf die Welt der Ware "Tier", zeigt das Leben von geretteten Tieren, die jetzt artgerecht leben dürfen, und macht Mut, rücksichtsvoller mit dem Mitgeschöpf Tier zu leben.



Ralf Schumacher
»Jedes Tier sollte artgerecht gehalten werden. [...] Ich glaube einfach, dass mit ihnen zu kommerziell umgegangen wird. «

Ralf Schumacher


 

Impressum

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,  wie sie ihre Tiere behandelt. Mahatma Ghandi

Aktualisiert am
30.08.2010
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Feb 04 - Aug 10