BITTE
MITMACHEN UND WEITERLEITEN!!!
Aktuell: Gemeinsam
schließen wir das Nürnberger Delfinarium!
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5.7.2007
NÜRNBERGER NACHRICHTEN
CSU: Lagune sorgt für
Unruhe
In der Fraktion wird Forderung nach einem Ausstieg laut
In den Reihen der Nürnberger Stadträte wächst die Besorgnis angesichts
der hitzigen Diskussion in der Bevölkerung über die Delfintode und den
Bau des teuren Lagune-Projekts.
In der jüngsten Sitzung der CSU-Stadtratsfraktion entbrannte
überraschend eine zirka einstündige heiße Debatte über die Lagune.
Stadträte übten massive Kritik an den hohen Baukosten der
Delfinlandschaft, wie Teilnehmer der Lokalredaktion berichten. Die
sprunghaft von zehn auf 17 Millionen Euro angewachsenen geschätzten
Kosten seien ein weiterer Beleg für eine «unfähige städtische
Bauverwaltung» und schon die zweite Katastrophe in kurzer Zeit nach der
Planungsverzögerung beim Umbau der Fränkischen Galerie, so die Vorwürfe.
Die Kritiker schließen offenbar nicht aus, dass der Kostenrahmen noch
einmal auf eventuell über 20 Millionen Euro steigen könnte.
Neben den CSU-Stadträt(inn)en Volker Meyer, Renate Höfler und Sabine
Niedermeyer machte den Aussagen der Teilnehmer zufolge in der Sitzung
auch Finanzreferent Wolfgang Köhler (CSU) große Bedenken geltend. Viele
Tierarten im Nürnberger Tiergarten seien schlecht untergebracht; kann
man sich da erlauben, für ein teures Prestigeprojekt wie die Lagune so
viel Geld auszugeben? Es stelle sich die Frage, wann die Partei sich zu
einem Ausstieg aus dem Lager der Projektbefürworter entschließe.
Ende August wird ein Gutachten der Firma Rödl zur Lagune erwartet. Ob
dies nicht ein geeigneter Zeitpunkt sei, um auszusteigen, fragten
Ratsmitglieder. Doch CSU-Fraktionschef Michael Frieser will offenbar am
Lagune-Projekt festhalten und lehnt auch einen so genannten Plan B ab,
der für den Fall der Fälle (etwa, wenn auch die SPD ihre Meinung ändern
sollte) einen geordneten Rückzug als Ausstiegsszenario vorsieht.
Frieser und andere Befürworter der Delfinzucht verweisen auf die
Magnetwirkung des Delfinariums auf Besuchergruppen aus der ganzen
Metropolregion und darüber hinaus. Noch scheut die Fraktionsspitze vor
einem Kehrtschwenk zurück, weil sie befürchtet, als Umfaller verspottet
zu werden. Andere warnen allerdings vor dem Risiko, die Stimmung in der
Bevölkerung könne sich radikal gegen das Delfinarium wenden. hpr
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Pressemiteilung – Andreas Morlok ist gestartet –
500 Kilometer Barfußmarsch für die Freiheit der Delfine -
34. Todesfall und damit der sechste tote Delfin in
einem Jahr im Nürnberger Delfinarium
RADOLFZELL,
06.07.2007 –
Der Delfin- und
Walschützer Andreas Morlok hat seine Ankündigung wahrgemacht und ist zu
einem 500 Kilometer langen mehrwöchigen
Barfußmarsch gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft
aufgebrochen.
Mit einem
Delfin-Sarg-Anhänger wird Morlok von seiner Heimatstadt Radolfzell am
Bodensee bis nach Nürnberg marschieren. Der 41-jährige
Unternehmensberater und Buchautor möchte ein Zeichen setzen und auf die
Probleme der Delfinhaltung aufmerksam machen. Ziel des Aktivisten ist
es, die restlichen vier (Nürnberg, Soltau, Duisburg und Münster) von
ehemals neun Delfinarien in Deutschland zu schließen. Dazu hat er ein
Aktionsbündnis ins Leben gerufen und nach seiner Aussage, „die größte
Kampagne gegen die Delfinarien" gestartet.
„Mit meinem
Barfuß-Marsch möchten wir Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregen
und die Bevölkerung für die Problematik – Delfinarien - sensibilisieren.
Der Protest gegen das Delfinarium in Nürnberg steht stellvertretend für
alle Delfinarien, in denen Meeressäuger
gefangen gehalten und für kommerzielle Ziele ausgebeutet werden.
Am Beispiel des Nürnberger Delfinariums ist nur zu deutlich zu sehen,
dass die Gefangenschaft der Delfine mit unvorstellbarem Leid verbunden
ist. Alleine die Statistik der durch Krankheiten, Unfälle und
Totgeburten frühzeitig ums Leben gekommenen
Tiere spricht eine deutliche Sprache.
Das
Programm der Nachzucht ist gescheitert. Von 21 Nachzuchten sind bereits
17 gestorben, die meisten kurz nach der Geburt. Die Delfintherapie ist
nicht erfolgversprechend, teuer und nirgendwo als langfristige Methode
zur Heilung von behinderten Kindern anerkannt. Die Bundestagsfraktion
der Grünen kommt, nach einer kürzlich in Berlin stattgefundenen
Fachtagung, zu dem Ergebnis, dass Bund und Länder Alternativen zur
Delfintherapie fördern müssen und dass der Neu- und Ausbau von
Delfinarien und die Einfuhr von Delfinen untersagt werden muss, bis
erwiesen ist, dass keine andere Therapie die Delfintherapie ersetzen
kann.
Diese Art der Zurschaustellung für die Unterhaltung des Menschen ist
Tierquälerei und kann und darf nirgendwo mehr eine Legitimation finden.
Die
Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ist zudem nicht artgerecht. Es
gibt Delfine, die in Gefangenschaft Selbstmord verübt haben, weil sie in
der Tristesse ihres stumpfsinnigen und monotonem Lebens in den kleinen
Betonschüsseln ihren Lebenswillen verloren haben. Sie öffnen ihr
Luftloch und ertrinken oder rammen ihre Schädel gegen eine Betonwand.
Delfine gehören ins Meer (sie heißen nicht ohne Grund Meeressäuger) und
dürfen nicht zur Belustigung und für kommerzielle Ziele in trostlosen
Betonschüsseln ausgebeutet werden. Die Delfinarien sind längst nicht
mehr zeitgemäß und die Anlagen in Deutschland müssen für immer
geschlossen werden. Die meisten Freizeitparks und Zoos in Europa
verzichten mittlerweile auf die Haltung von Delfinen, weil sie erkannt
haben, dass Delfine für die Haltung in solchen Gefängnissen nicht
geeignet sind. In England wurden bereits alle der über 30 Einrichtungen
geschlossen.
In
Nürnberg scheinen die Verantwortlichen von dieser Einsicht wohl noch
weit entfernt zu sein. Anstatt das Delfinarium zu schließen, ist der
Ausbau dieser schon längst im Kreuzfeuer der Kritik stehenden Anlage
geplant. Mindestens 17 Millionen € für ein Prestigeprojekt auszugeben
ist keine Haltungsverbesserung für die Delfine, sondern eher ein in den
Sand gesetztes persönliches Denkmal einzelner Personen.
Sollte dieses Außenbecken wirklich gebaut werden, ist davon auszugehen,
dass, wie auch in der Vergangenheit oft geschehen, wieder weitere
Wildfänge nach Nürnberg gebracht werden, die über Umwege eingeführt
werden. Auch wenn die Tiere über andere Anlagen kommen und rechtlich
gesehen nicht mehr als Wildfänge bezeichnet werden, sind es dennoch
Tiere, die aus Delfinfamilien in der freien Natur entrissen wurden.
Nürnberg trägt eine schwere Verantwortung und ist mit seinem Delfinarium
und dessen großem „Tierverbrauch“ an der Ausplünderung und Zerstörung
des marinen Ökosystems direkt beteiligt," so die Meinung des Aktivisten.
Alle Informationen zu dieser Aktion sind im Internet erhältlich:
www.walschutzaktionen.de
oder
www.die-delfinbefreier.de
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Auch wichtig!
Initiiert durch die Nürnberger Zeitung
findet bis Sonntag den 08.07.07 im Internet eine Abstimmung darüber
statt, ob das Außenbecken für das Delfinarium (sog. "Lagune") gebaut
weden soll. Bitte beteiligt Euch unbedingt, denn die sog. "Lagune",
die nur 60 Meter lang, 30 Meter breit und sieben Meter tief ist, ist
die Garantie für weitere eingesperrte Meeressäuger. Da die Nachzucht
nicht funktioniert, ist außerdem zu befürchten, dass über Umwege
auch wieder Wildfänge eingeführt weden.
Momentan haben sich nur knapp 300 Leute
gegen den Bau ausgesprochen, während schon mehr als 2000 dafür
gestimmt haben. Wir haben also noch einiges aufzuholen, deshalb
macht mit unter:
Infos zur Kampagne unter: