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Harlan-Winkelmann
Harlan-Winkelmann gehört zur Harlan Sprague Dawley Inc. mit Sitz in den
USA. Das international tätige Unternehmen beliefert Labore mit sog.
Versuchstieren, tierlichen Organen und Spezial-Futter. Nach eigenen
Angaben ist das deutsche Tochterunternehmen, die Harlan-Winelmann GmbH,
der zweitgrösste Versuchtierzüchter sowohl weltweit als auch in
Deutschland (größter Züchter weltweit ist Charles Rivers).
Die Harlan-Winkelmann Versuchstierzucht hat ihren Sitz im Kreis
Paderborn, Ostwestfalen Lippe. Außerhalb der Gemeinde Borchen, an einem
Waldrand versteckt, liegt das Gelände auf dem 800 Hunde gefangengehalten
werden. Es handelt sich hierbei um Beagle und um eine Mischlingsrasse,
die für Nikotinversuche eingesetzt wird. Die Zuchthündinnen führen ein
trostloses "Leben" als Gebärmaschinen. Sie "produzieren" jährlich einige
tausend Welpen, die nach ca. 10 Wochen an Versuchslabore verkauft
werden.
Die Kleintierzucht befindet sich in einem Wohngebiet in Borchen. Es
werden in mehreren Hallen Meerschweinchen, Hamster, Ratten und Mäuse
gezüchtet.
Die Tiere sind Online zu bestellen und werden mit dem zynischen Slogen
"Der Schlüssel zum Erfolg" beworben. Der Preis für einen Versuchshund
liegt zwischen 1000 und 1500 Euro.
Anschriften:
Harlan-Winkelmann GmbH
Gartenstraße 27
33178 Borchen
Deutschland
Telefon: +49 (0) 5251 / 1315-10
Telefax: +49 (0) 5251 / 1315-15
E-Mail: verkauf@harlan-winkelmann.de
Einen weiteren Standort unterhält Harlan in Walsrode. Zusammen mit
Bioservice Scientific Laboratories wird das komplette Spektrum von
wissenschaftlichen Dienstleistungen für die pharmazeutische Industrie,
Medical Device und die chemische Industrie angeboten. Eine weitere
Hundezucht befindet sich in Niedersachsen.
Harlan Bioservice for Science GmbH
Südkampen 31
D-29664 Walsrode
Tel.: + 49 (0) 5166.988.500
Fax: + 49 (0) 5166.988.529
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Dokumentation
Preisliste:
Preisliste Harlan-Winkelmann, Katzen und Hunde, 2003
pdf öffnen |
jpg öffnen
Liefertage:
Übersicht Verpackungskosten, Liefertage und Lieferorte 2003
pdf öffnen |
jpg öffnen
Lieferschein:
Lieferschein für einen Beagle aus der Zucht Harlan-Winkelmann
öffnen
Operierte Tiere:
Harlan Winkelmann führt operative Eingriffe an Tieren durch und
bietet zum Beispiel eine Meerschweinchen ohne Milz zum Verkauf
an. Preisliste der Harlan-Winkelmann GmbH aus dem Jahr 2001. Sie
dokumentiert, dass Harlan voroperierte Tiere anbietet. Folgende
Eingriffe werden auf dieser Liste angeboten:
- operative Entfernung der Hirnanhangdrüse
- operative Entfernung der Gebärmutter
- operative Entfernung der Halsvene
- operative Entfernung der Niere
- operative Entfernung der Eierstöcke
- operative Entfernung der Speicheldrüse
- operative Entfernung der Milz
- operative Entfernung der Thymus
- operative Entfernung der Schilddrüse/Nebenschilddrüse
- operative Entfernung der Gefäße
Tiere per Katalog
Die auf dieser Seite gezeigten Bilder, sind aus
Broschüren, Katalogen und Preislisten von Harlan. Sie
sollen einen Einblick in den Handel mit sog.
Versuchstieren ermöglichen und dokumentieren wie die
Tiere angeboten werden.
Die Publikationen werden von Harlan bei Messen der
pharmazeutischen Industrie angeboten oder auf Anfrage
biomedizinscher Firmen verschickt.
Update: Harlan USA veröffentlicht den "Research
Model Product Guide 2006/2007" als pdf auf
www.harlan.com. Gelistet sind Tierart, Alter, Preis ...
pdf ansehen
Die Hundezucht
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Die Hundezucht
Fotos aus der Hundezucht von
Harlan-Winkelmann in Borchen/Alfen.
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Im März wurden 25 Hunde von der ALF aus der
Hundezucht in Borchen befreit. Einige Tage
später wurden Fotos veröffentlicht die
eindrucksvoll die Zustände bei Harlan-Winkelmann
dokumentieren:
- die Tiere „leben“ in Betonzwingern
- es ist kein Spielzeug oder Einstreu zu sehen
- es sind keine Körbe, Decken oder ähnliches zu
sehen
- die Wände sind unverputzt
- die Gitter sind verdreckt
Die auf den Bildern zusehenden Zustände fand
auch Marion Selig, Vorstand „Menschen für
Tierrechte e.V.“, bei ihrem Besuch 1999 vor.
Nach langen und schwierigen Vehandlungen durfte
sie die Zucht besuchen. Ihr Bericht zeigt
folgende Zustände auf:
- alle Hunde werden bei Harlan Winkelmann auf
beheizbarem Betonboden gehalten
- die Zwinger haben einen kleinen Auslauf unter
freiem Himmel, zu dem eine Klappe führt, die von
den Hunden selbständig geöffnet werden kann. Die
Zuchtrudel aus Rüde und mehreren Hündinnen haben
allerdings gar keinen Freilauf.(sic! anm.: Es
handelt sich dabei um ca. 600 Tiere die keinen
Freilauf haben)
- Spielzeug, Beißhölzer, Röhren zum
Durchkriechen oder ähnliches gibt es nicht.
(sic!)
- richtigen Auslauf oder Freigang bekommen die
Hunde nicht. (sic!)
Zur Zeit befinden sich etwa 800 Hunde in der
Anlage. Ungefähr 500 von ihnen sind
Zuchthündinnen. Hinzu kommen ca. 80 Zuchtrüden.
Diese Zuchttiere haben keinen Auslauf oder
Freilauf sondern werden als Gebärmaschinen von
Harlan missbraucht. Einziges Ziel ist es,
möglichst viele Tiere in den Tod zu schicken.
Harlan handelt nach den Gesetzen von Nachfrage
und Angebot mit dem Ziel eines möglichst hohen
Profits.
Mit einer verlogenen Erklärung und einigen
gestellten Bildern versucht Harlan jetzt ihre
blutige Weste weiß zu waschen.
So wird u. a. behauptet, dass „erfahrene
Tierpfleger sich mit großem Einsatz und im
Rahmen eines ausgedehnten
Sozialisierungsprogramms um das Wohlergehen“ der
Hunde kümmern.
Wie können 12 bei Harlan arbeitende Tierpfleger
800 Hunde versorgen, Scheiße sammeln, füttern
etc. und sich gleichzeitig „mit großem Einsatz“
um das Wohlergehen der Hunde kümmern. Wieviele
Stunden hat euer Tag?
Und wozu dient das Sozialisierungsprogramm? Die
Antwort gibt Harlan in einer ihrer Broschüren,
in denen die „Ware Tier“ zum Verkauf angeboten
wird, selbst: „Tägliche Sozilisation (...)
liefert einfach zu handhabende Katzen für die
biomedizinische Community“. (siehe Bild)
Wie krank muß man sein, um Tiere an den Menschen
zu gewöhnen und anschließend völlig
unvorbereitet in die Hölle eines Versuchslabors
zu schicken? Wie kann man so verlogen sein und
das Vertrauen der Tiere zu gewinnen, mit dem
Ziel sie anschließend leichter Foltern zu
können?
Weiterhin behauptet Harlan-Winkelmann, dass
„Einmal am Tag die Hunde von einem Tierpfleger
in einen speziell eingerichteten Spielraum
gebracht werden, wo sie sich intensiv austoben
können“. Auch hier stellt sich die Frage, wie
kann eine Anzahl von 800 Hunden sich auf dem
begrenzten Raum eines angeblich vorhandenen
Spielraums intensiv austoben?
Das dies nicht möglich ist, gibt sogar die
Tierversuchsindustrie offen zu. In einer
Publikation der Gesellschaft für
Versuchstierkunde (GV-SOLAS) heißt es, dass die
seit dem 1. 9. 2001 geltende Hundeverordnung
"auch kommerzielle Versuchstierzüchter vor
kurzfristig nicht lösbare Probleme" stellt.
Weiter heißt es das "der freie Blick nach
draußen oder der Auslauf im Freien- keine
Verbesserung für die Hunde erwarten" läßt. Die
GV-SOLAS schlägt daher vor, dass zwischen
Haushund und Versuchshund differenziert wird.
Mit anderen Worten: Der Versuchshund braucht
keine frische Luft, keinen Auslauf, keine Pflege
in der allgemein bekannten Form. Er ist
lediglich ein Meßinstrument - und genauso wird
er auch behandelt!
Auch das Tierschutzgesetz wird von Harlan
bemüht: „Die Zucht bei Harlan erfolgt nach den
strengen Vorgaben des gültigen
Tierschutzgesetzes“. Gleichzeitig wird jede
Lücke dieses Gesetzes von Harlan ausgenutzt. So
liefert das Unternehmen voroperierte Tiere an
Labore, was nach § 6 des Tierschutzgesetzes
verboten ist. Dies gilt jedoch nicht für
Importe, so das Versuchstierfabriken wie Harlan
ihre ausländischen Niederlassungen einschalten
können, um mit bis zu 17fach voroperierten
Tieren ihre Millionengeschäfte zu machen.
Wie profitorientiert und tierverachtend Harlan
arbeitet zeigt auch das Beispiel von transgenen
Tiermodellen. Ein Grossteil der von Harlan
angebotenen Tiere sind genetisch verändert.
Harlan forscht auf diesem Gebiet selbst
intensiv, wobei der gewünschte Gentransfer z.B.
bei Mäusen nur in 10-15% der Fälle klappt. Mit
anderen Worten: 85-90 % sterben bereits bei
Harlan!
Bislang konnte Harlan auch nicht glaubhaft
versichern, das Tiere, die nicht mehr verkauft
werden können, nicht vor Ort getötet werden wie
dies in England geschehen ist. Im Gegenteil: Die
Kampagne Harlan-schliessen hat mehrere Hinweise
erhalten, in denen behauptet wird, das "überschüßige"
Kleintiere in große Säcke gesteckt wurden um sie
zu vergasen!
Englische Tierversuchsgegner decken
auf
Beagles zu Tausenden völlig sinnlos
getötet
Zehn Monate arbeitete
Jane als Tierpflegerin bei der
englischen Firma Harlan UK, einem
Unternehmen, das Beagle-Hunde für
Tierversuche züchtet. Die junge Frau
hatte sich im Auftrag der englischen
Tierversuchsgegner-Organisation BUAV
(British Union for the Abolition of
Vivisection) unerkannt bei Harlan
eingeschleust, um herauszufinden, unter
welchen Bedingungen die Tiere dort
gezüchtet werden. Sie deckte
Unglaubliches auf.
Die Entdeckungen
Nachlässige Pflege und schlechte
Unterbringung der Hunde waren an der
Tagesordnung. So wurden die Käfige und
Zwinger nur unzureichend gereinigt,
Einstreu war kaum vorhanden. Beißereien
traten häufig auf. Dabei kam mindestens
ein Hund zu Tode. Viele der im Grunde
freundlichen Tiere hatten keinen näheren
Kontakt mit den Pflegern. Wenn diese
sich den Zwingern näherten, verkrochen
sich die Hunde vor Angst. Auch
Massentötungen von Tieren, für die keine
Verwendung mehr bestand, kamen
regelmäßig vor. An einem Tag wurden
dabei 29 Beagles umgebracht, darunter
Tiere, die „zu alt waren und deshalb
kaum mehr von Versuchslaboratorien
gekauft werden. Diese Hunde waren jedoch
nicht älter als 12 bis 18 Monate. Andere
entsprachen nicht dem geforderten
Standard, hatten also z. B. einen zu
kurzen Schwanz oder einen verkürzten
Unterkiefer. Tiere mit solchen
„Fehlbildungen sind meistens völlig
gesund und leiden nicht. Doch als
„ungeeignet für die Forschung erwartete
sie die routinemäßige Tötung bei Harlan
UK - möglicherweise das kleinere Übel
angesichts der Tatsache, daß alle diese
Tiere nur gezüchtet werden, um im
Tierversuch zu enden.
Die Firma
Harlan UK ist die britische Tochterfirma
von Harlan Sprague Dawley Inc. mit Sitz
in den USA. Harlan ist in zahlreichen
anderen Ländern vertreten, darunter
Mexico, Spanien, Italien, Frankreich,
Israel, den Niederlanden und auch
Deutschland. Das Unternehmen ist einer
der größten kommerziellen Anbieter von
Versuchstieren und Tierfutter. Außer
Hunden werden auch Ratten, Mäuse,
Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen und
Mini-Schweine gezüchtet und an
Versuchslabore verkauft.Ungefähr 1000
Beagles leben ständig bei Harlan UK,
darunter etwa 200 Hündinnen, die ihr
Leben damit verbringen, einen „Wurf nach
dem anderen zu bekommen. Weiterhin
fristen 20 „Zuchtrüden, 100 bis 200
„Saugwelpen und 500 bis 600 entwöhnte
und mehr oder weniger ausgewachsene
Tiere dort ihr Dasein. Letztere werden
zum Preis von etwa 800 englischen Pfund
an Laboratorien verkauft.
Harlan Deutschland
Die Entdeckungen in England lassen
Befürchtungen aufkommen, daß auch beim
deutschen Zweig der Firma Harlan Tiere
nicht mit der erforderlichen Sorgfalt
und Pflege gehalten und ohne den
gesetzlich verlangten „vernünftigen
Grund getötet werden. Der Bundesverband
der Tierversuchsgegner - Menschen für
Tierrechte hat sich diesbezüglich an
Harlan in Deutschland gewandt. Eine
Antwort stand bei Redaktionsschluß noch
aus.
Dieser Fall beweist, daß die Zahl der im
Zusammenhang mit Tierversuchen
verbrauchten Tiere deutlich höher liegen
muß, als den offiziellen Statistiken zu
entnehmen ist. Denn leider ist damit zu
rechnen, daß Harlan UK kein Einzelfall
ist und daß die Tötung von
„überproduzierten Versuchstieren
alltäglich stattfindet. Aus diesem Grund
haben wir den Gesetzgeber aufgefordert,
bei der zur Zeit diskutierten
Versuchstier-Meldeverordnung nicht nur
die tatsächlich in Versuchen
eingesetzten Tiere zu erfassen, sondern
auch die Zahl aller zu diesem Zweck
gezüchteten Tiere.Die Forderungen
Die englischen Tierversuchsgegner nehmen
die traurigen Vorkommnisse bei Harlan UK
zum Anlaß, ihre Regierung
aufzufordern,dass Hunde nicht mehr in
Tierexperimenten eingesetzt werden,
Harlan UK die Zuchtgenehmigung entzogen
wird,eine Untersuchung zur
„Überproduktion und zum Töten von
Versuchstieren durchgeführt und die
Ergebnisse der Öffentlichkeit mitgeteilt
werden.
Marion Selig, BV der Tierversuchsgegner
- Menschen fuer Tierrechte e.V.
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