Sent: Thursday, September 06, 2007 12:01 AM
Subject: verirrter Jungfuchs in Oberhausen mußte heute
sterben-auf Anordnung v. Amtsvet.
Von: Tierversuchsgegner Oberhausen e.V. mit der Bitte um
Protest!!!!!!!!!!!
Ein junger Fuchs verirrte sich am Montagabend in der Innenstadt von
Oberhausen und konnte dort eingefangen werden.
Original-Ton der Amtsveterinärin Frau Dr. Zintz, nachzulesen in der
WAZ Oberhausen::
Früher hätte sich so ein Tier niemlas auch nur in die Vororte
gewagt, doch inzwischen werden sie öfter in Stadtrandlagen gesichtet
oder haben sich schon auf Orten wie Friedhöfen eingenistet, weil sie
die Angstschwelle, die Scheu, verloren haben. Wir nennen das
Kulturfolger.
Der Fuchs wird untersucht und muss dann, auch wenn er
gesund ist, getötet werden. Das tut mir auch leid, aber es gibt
keine Alternative. Setzen wir ihn aus, steht er morgen wieder im
nächsten Eingang. Wir dürfen nicht vergessen, dass Füchse wilde
Tiere sind.
Das Procedere dabei: erst freilassen, dann abschießen. Zu dieser
"jagdlichen Erlegung", wie es im Amtsdeutsch heißt, gebe es
praktisch keine Alternative.
Bis dato wußte ich nicht, daß ein Amtsveterinär hellseheriche
Fähigkeiten besitzt und es gar nicht erst ausprobiert wurde, dem
jungen Fuchs das Leben zu retten und ihn im reichlich vorhandenen
Wald auszuwildern.
Er war nicht krank, Oberhausen u. Umgebung ist tollwutfrei!
Ein scheues Tier hat sich in eine " menschliche Umgebung " verirrt
und wird deshalb ermordet!
Wir krank ist unsere Gesellschaft eigentlich?
Verantwortlich für die Ermorderung des unschuldigen " Jung"- Tieres
ist Frau Dr. Zintz - mit lächelendem Foto in der WAZ abgebildet.
Hier die Adressen für die Proteste:
Dr. Rita Zintz
E-Mail:
amtstierarzt@oberhausen.de
Fax: 0208/ 825-5384
Tel: 0208/ 825-2483 oder 0208/ 825-2396
E-Mail WAZ-Redaktion:
redaktion.oberhausen@waz.de
Fax: 0208/ 85906-66
Redaktionsleiter: Rolf Kiesendahl
WAZ vom 06.09.2007:
Stadt ließ Fuchs erschießen
Er wagte sich in ein Oberhausener Kaufhaus, es wurde ihm zur Falle.
Nun ist er tot, der wagemutige Fuchs - erschossen ohne zwingenden
Grund, klagen Tierfreunde an
Oberhausen. Der Fuchs ist tot. Der Fuchs, der wie die WAZ berichtete
am Montagabend in einem Kaufhaus der Oberhausener Innenstadt
gefangen worden war, hat diese Grenzüberschreitung nicht überlebt.
Weil er aber noch nicht einmal die Gans gestohlen hat, sorgt seine
Tötung von Amts wegen bei Tierfreunden für enorme Empörung. Es gab
gar die erste Strafanzeige gegen die Stadt.
Die sagt, sie habe vor der Erschießung durch einen Jäger ("gängige
Praxis") jegliche Alternativen ausgeschöpft und so auch im
heimischen Kaisergarten angefragt. Dieser Klein-Zoo hat sich auf die
Präsentation einheimischer Spezies spezialisiert, will aber nichts
von einer Anfrage wissen. Leiterin Dr. Annette Perrey betont, dass
die Gehege ausgelastet seien, sieht sich aber grundsätzlich in einer
Vermittlerrolle, "so dass wir wenigstens versucht hätten, hier eine
Lösung zu finden". Pikant: Betreiber ist eine städtische Tochter.
Derweil ging bei der Staatsanwaltschaft Duisburg ein erster
Strafantrag ein, der dieser Zeitung vorliegt. Hartmann Jenal,
Betreiber der Pro-Fuchs-Iniative "initiative-pro-fuchs.de" im
Internet, wirft darin der Amtstierärztin das "Abtöten eines
Fuchswelpen ohne zwingenden Grund" vor. "Das ist für mich
vorsätzlicher Mord." Gleichzeitig reichte Jenal eine
Dienstaufsichtsbeschwerde beim Oberhausener Oberbürgermeister Klaus
Wehling ein. Er selbst unterhalte seit 15 Jahren eine
Fuchsauffangstation an der Saar und prangert bei der Gelegenheit an,
dass es in NRW keine solche Einrichtung gebe, obwohl Paragraph 36
des Bundesjagdgesetzes dies vorschreibe. Auch aus Hannover meldete
sich die Betreiberin einer Wildtierauffangstation.
Im Rathaus selbst standen die Telefone nicht still, genau wie in den
Redaktionen. Leserin Jennifer Overmeier beklagt stellvertretend für
die Mehrheit: "In wenigen Stunden hätte ich durch ein paar
Telefonate dem kleinen Fuchs das Leben retten können." Zu spät.
05.09.2007 Von Marc Oliver Hänig
Vielen Dank für Eure Mithilfe,
Tierversuchsgegner Oberhausen e.V.
Margot Radtke
tierversuchsgegner_ob@hotmail.de
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