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ZDF.SERIE UNSER CHARLY
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Ex-"Charly"-Darsteller Walter lebt unter katastrophalen Bedingungen in einem
"Tierpark" in Texas. (Foto: PETA)
Bereits seit 13 Jahren flimmert die Familienserie "Unser Charly" mit dem
drolligen Schimpansen über die deutschen Bildschirme. Kaum ein
Fernseh-Zuschauer weiß, dass die "Charly"-Darsteller in regelmäßigen
Abständen ausgetauscht werden. Wie es den Tieren nach ihrem Fernseh-Einsatz
geht, scheint das ZDF nicht sonderlich zu interessieren. Die
Tierschutzorganisation PETA veröffentlichte kürzlich erschreckende Bilder,
die Walter, den ersten "Charly", in einem "Tierpark" in Texas zeigen: kaum
Platz, kein richtiges Futter und vor allem keine Zuwendung gibt es für den
früheren Fernsehstar. PETA ruft daher zum Boykott der Sendung auf. "Unser
Charly" vermittele ein völlig falsches Bild von Menschenaffen und deren
wirklich arttypischem Verhalten.
Tier-Stars auf kurze Zeit und danach aussortiert - was sagen Sie dazu?
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Aussortiert, bevor sie zu kräftig werden
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Schauspieler Ralf Lindermann mit Schimpanse Charly (Foto: dpa)
Mindestens mit elf Affen soll das ZDF in den letzten 13 Jahren gearbeitet
haben. "Die Tiere werden mitten in ihrer Kindheit mit etwa fünf Jahren von
den Müttern getrennt. Danach können sie nur zwei Jahre im TV arbeiten, bevor
sie zu kräftig werden. In der Regel werden sie aber 50 bis 60 Jahre alt",
erklärt Harald Ullmann, Deutschland-Chef von PETA. Für alles, was nach den
Fernseh-Einsätzen geschieht, ist der US-Unternehmer Steve Martin zuständig.
Er sorgt für das Training der Schimpansen und verkauft sie später an
kleinere Zoos weiter. So geschehen auch bei Walter, der nun im texanischen
"Amarillo Wildlife Refuge" zwischen Müll und Exkrementen hausen muss.
ZDF-Sprecher Peter Gruhne hält dennoch an der Zusammenarbeit mit Tiertrainer
Martin fest: "Wir vertrauen ihm", sagte er laut der "BZ"
Ebay verbietet Handel mit Hunde- und Katzenfell
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Das Online-Auktionshaus Ebay will in seinem deutschsprachigen Angebot keine
Versteigerungen mehr zulassen, in denen Haustierhäute feilgeboten werden.
Ebay kommt damit einer EU-Regelung zuvor. Tierschützer warnen vor einer
"Katzenmafia".
Für Nicht-Haustierbesitzer hört sich das Ganze nach einem Witz an, einer
Lappalie: Hunde- und Katzenfell darf im Internet-Auktionshaus Ebay ab sofort
nicht mehr angeboten werden. Für Tierbesitzer und Tierschützer dagegen ist
das eine ernste Angelegenheit: Haustierhäute sind heute eine begehrte
Handelsware.
DPA
Hauskatze: Bedroht durch die "Katzenmafia"?
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Ebay kommt mit der Ankündigung einer EU-Richtlinie zuvor: Die Agrarminister
der Europäischen Union haben am 26. November 2007 ein EU-Importverbot für
Hunde- und Katzenfelle beschlossen. Dies sei ein "großer Erfolg für den
Tierschutz", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU)
damals. Ende 2008 tritt die Regelung in Kraft.
Einem Bericht der "Ostsee-Zeitung" zufolge ist in Deutschland derzeit
bereits eine "Katzenmafia" am Werk, die der internationalen Handelssperre
zuvorkommen will, indem sie heimische Hauskatzen einfängt, tötet und
abzieht. Die Zeitung berichtet über gehäutete Tierkadaver in Müllcontainern.
Die "Tageszeitung" aus Berlin veröffentlichte im Dezember 2007 eine
Schätzung, der zufolge jedes Jahr zwei Millionen Hunde und Katzen zu
Spielzeug, Rheumadecken und Lederaccessoires verarbeitet werden. Gerade die
angeblich der Rheumabekämpfung dienliche Katzenfelldecke bringt Haustiere in
Lebensgefahr - dabei gibt es keinerlei Anhaltspunkte, dass Katzenfell hier
tatsächlich mehr hilft als irgendeine andere Art von wärmendem Umschlag.
Unter das Ebay-Verbot fallen sämtliche Produkte aus dem Fell, etwa Pelze,
Kleidungsstücke mit Pelzbesatz, Pelzdecken und Spielzeug. Zwar gehörten
Hunde und Katzen nicht zu den geschützten Tierarten; sie würden aber oft auf
grausame Weise getötet, um an das Fell heranzukommen, hieß es zur
Begründung.
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Bei Online-Apotheken und Versandhäusern sind unterdessen nach wie vor
Katzenfelle zu haben - ab einem Preis von etwa 24 Euro für ein katzengroßes
Stück. "Das Katzenfell dient zur lokalen Behandlung schmerzender
Körperpartien", steht in einer online einzusehenden Produktbeschreibung.
"Die wärmende Wirkung ist wohltuend und entspannend für schmerzende Gelenke
und verspannte Muskeln." Die allerdings ließe sich auch mit einer schlichten
Wolldecke herstellen.
cis/dpa
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