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GÄNSE
Informationen zur Haltung von Gänsen Allgemeines: Die heutige Hausgans stammt von der Graugans ab und hat eine Lebenserwartung von ca. 31 Jahren. Gänse zählen zu den Entenvögeln, deshalb haben sie mit Enten vieles gemeinsam. Auch Gänse sind gesellige Tiere, daher sollten sie ebenfalls in einer Gruppe leben. Paare führen miteinander eine lebenslange Einehe. Auslauf: Gänse sind ausgesprochene Weidevögel. Die Auslauffläche sollte möglichst weitläufig sein und eine schattenspendende Bepflanzung aufweisen (Bäume, Sträucher etc.). Eine Wechselweide ist, wie bei Enten, ebenfalls zu empfehlen. Da Gänse zu den Wasservögeln zählen, benötigen auch sie eine Bade- bzw Schwimmöglichkeit, die jedoch im Vergleich zu Enten kleiner ausfallen kann. Aber auch hier ist auf die Wasserverschmutzung durch Kot zu achten und eine rechtzeitige und regelmässige Reinigung erforderlich. Die Umzäunung der Weiden braucht nur 1m hoch zu sein. Stall: Weil Gänse noch anspruchsloser als Enten sind, genügt als Stall eine einfache Hütte. Diese sollte trotzdem zugluftfrei und trocken sein. Als Einstreu eignet sich am besten Stroh, aber auch Torfmull, Sägespäne oder Laub können verwendet werden. Im Winter sollte eine dicke Einstreuschicht vorhanden sein, damit die Zehen und Schwimmhäute nicht ab- bzw anfrieren. Eine Tür mit Fenster- oder Drahtgitter bietet genügend frische Luft und ausreichendes Licht. Eine sonstige Inneneinrichtung im Stall ist nicht notwendig, da die Tiere tagsüber überwiegend weiden und nachts nur zum Schlafen und zum Schutz vor Raubtieren im Stall sind. Besteht keine Gefahr durch Raubtiere, können die Gänse auch ganz im Freien bleiben. Dabei muss bedacht werden, dass Gänse unter Umständen sehr laut sein können. Fütterung und sonstige Versorgung: Gänse leben fast ausschliesslich von pflanzlicher Nahrung, die bei einer guten Weide während des Auslaufes von den Tieren selbst gesucht wird. Daher benötigen sie nur wenig Körnerfutter (z.B. Hafer, Mais, Gerste), Weichfutter (z.B. gekochte Kartoffeln, zerkleinerte rohe Möhren, Getreideschrote, Kleie, Rüben, eingeweichtes Brot) und Grünfutter (z.B. zerkleinerte Brennessel, Löwenzahn, Luzerne, Salate). Je besser die Weide ist, desto weniger Zufüttern ist erforderlich! Auf täglich frisches und richtig temperiertes Trinkwasser ist zu achten, wobei es wichtig ist, dass die Trinkgefässe hoch genug sind, damit der Schnabel ganz eingetaucht werden kann. Als Beigabe zum Futter darf Sand bzw Kies nicht vergessen werden. Krankheiten und Vorbeugungsmassnahmen: Vorbeugende Hygienemassnahmen zur Vermeidung von Krankheiten sind natürlich auch bei Gänsen wichtig. So sollte der Stall regelmässig gesäubert und desinfiziert werden, die Weiden einschliesslich Teich (bzw sonstige Wasserquelle) müssen gepflegt werden und Futter und Wassernäpfe müssen täglich gereinigt werden. Eine genaue Beobachtung der Tiere versteht sich von selbst. Krankheitserscheinungen bei Wasservögeln lassen sich auf wenige Symptomkomplexe einengen: Absondern, Apathie, mangelhafte Gefiederpflege, Aufplustern, Futterverweigerung, Meiden des Gewässers, Störung des Bewegungsablaufes, Atemprobleme, veränderte Kotbeschaffenheit. Tritt eines dieser Symptome auf, so sollte dies beobachtet werden und bei geringsten Zweifeln ein Fachtierarzt für Geflügel aufgesucht werden. |
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