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ENTEN
Informationen zur Unterbringung von Enten
Allgemeines: Hausenten stammen ursprünglich von der Stockente ab und können
bis zu 19 Jahre alt werden. Sie sind Gruppentiere, sollten also nicht alleine
aufgenommen werden. Um ein ausgeglichenes Sozialverhalten zu ermöglichen sollte
das Geschlechtsverhältnis von Erpeln zu Enten 1:2 bis 1:3 betragen.
Unterbringung: Enten sind relativ unempfindlich gegen Witterungseinflüsse. Daher
sind ihre Anforderungen an den Stall im Vergleich zu Hühnern wesentlich
geringer. Ein einfachwandiger Holzstall, der trotzdem zugfrei und gegen
aufsteigende Bodenkälte und -feuchtigkeit isoliert sein sollte, genügt. Eine
ausreichende Lüftung ist (auch im Winter) sehr wichtig; deshalb sollten die
Fenster, welche im Verhältnis zur Stallgrundfläche bis zur Hälfte kleiner als
bei den Hühnerställen sein können, im Sommer nur aus Drahtgewebe bestehen. Auf
ein verglastes Fenster könnte sogar ganz verzichtet werden, indem eine Türe, die
zur oberen Hälfte vergittert ist, vorhanden ist, und somit für den
erforderlichen Luftaustausch und Lichteinfall sorgt. Dabei muss aber
gewährleistet sein, dass der Stall stets trocken ist. Als Einstreu dient eine
dicke Schicht aus aufsaugfähigen Materialien wie Stroh, Heu, Torfmull und
ähnlichem. Dadurch wird sichergestellt, dass die Schwimmhäute der Füsse bei
strengen Frösten auf keinen Fall am Fussboden anfrieren. Auch bildet dieses
Tiefstreuverfahren eine gute Grundlage zur Errichtung der Schlafnester, welche
sich jede Ente individuell bauen kann. Nachts sollten die Enten im
verschlossenen Stall bleiben, damit sie vor Mardern geschützt sind.
Auslauf: Die
mit Gras bewachsene Weidefläche sollte mindestens 15 qm/Tier betragen. Bäume und
Sträucher, die ausreichend Schatten spenden, sind ebenfalls wichtig. Eine
Wechselweide zur Erholung der Grasnarbe ist auch hier ratsam. Die jeweilige
Umzäunung braucht nur 60 cm - 100 cm hoch zu sein. Als Wasservögel besteht
natürlich die Notwendigkeit einer Schwimm- und Badegelegenheit. Das
Vorhandensein von natürlichem Wasser in Form eine Baches oder Teiches ist
optimal. Ist dies nicht gegeben, so sollte ein kleiner künstlicher Teich mit
flacher Ein- und Ausstiegsmöglichkeit angelegt werden. Wegen der starken
Verkotung muss dabei ein häufiger Wasserwechsel eingeplant werden. Ansonsten
muss ein Wassergefäss den Enten immer die Möglichkeit geben, den Schnabel
vollständig einzutauchen. Deshalb sind einfache Schalen- etwa 10-15cm tief und
mit einem Durchmesser von ca. 40-50 cm - für das Trinkwasser geeignet. Ausserdem
ist bei Enten zwischen dem Futter- und Wassergefäss eine grössere Entfernung
einzuplanen, da sonst das Futter mit dem Schnabel ins Wasser getragen wird und
verdirbt. Der Auslaufpflege muß auch die notwendige Beachtung geschenkt werden.
Die Wasserschale sollte gelegentlich an einen anderen Platz gestellt werden, da
sich bei stehender Nässe Krankheitserreger besonders schnell ausbreiten.
Fütterung: Den grössten Teil des Futters suchen sich die Enten auf dem
Wasser in Form von Wasserlinsen und allerlei Kleingetier. Durch den
Wiesenauslauf nehmen sie zusätzlich Grünfutter (Gras, Löwenzahn, Brennessel
etc.), Schnecken, Würmer und Insekten auf. Ergänzend bietet man den Enten
gekochte Kartoffeln, zerkleinerte Möhren, Salat, verschiedene Kleiearten und
Getreideschrote, Keimfutter, Rüben, Brotreste und sonstiges Gemüse an. Abends
sollten sie mit Körnern gefüttert werden, wobei am liebsten Mais, aber auch
Weizen, Gerste, Hafer und Roggen, genommen wird. Ein überzähliges Futterangebot
sollte rechtzeitig entfernt werden, bevor es verdirbt. Sauberes Trinkwasser und
Kies bzw Grit (die Zerkleinerung der festen Nahrung erfolgt wie bei den Hühnern
durch kleine Steinchen im Muskelmagen!) müssen stets zur beliebigen Aufnahme zur
Verfügung stehen. Achtung: Handelsübliche Fertigfuttermittel für anderes
Geflügel enthalten oft Futtermittelzusatzstoffe, die für Enten giftig sein
können.
Krankheiten: Hygienemassnahmen sind zur Vorbeugung vieler Krankheiten
besonders wichtig. Deshalb sind Säuberungsaktionen des Stalles in regelmässigen
Abständen auch bei den Enten notwendig. Die Pflege der Weiden und des Teiches
sollte ebenfalls selbstverständlich sein. Ein Fachtierarzt für Geflügel ist
aufzusuchen, sobald ein Tier Mattigkeit, Fressunlust, struppiges Gefieder,
Durchfall oder sonstige Verhaltensauffälligkeiten zeigt.
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